Nicht vergessen: Barbarazweige schneiden!

Ein Artikel von Christiane Bartal | 29.11.2017 - 16:54

Sie kennen den Brauch sicherlich: Am 4. Dezember, dem Tag der hl. Barbara, schneidet man Zweige von Obstbäumen (traditionell von der Kirsche) und stellt sie in einer Vase in die Wohnung. Blühen sie bis zum 24. Dezember auf, steht den Bewohnern Glück – oder vielleicht sogar eine Hochzeit – ins Haus.

Was sich außer Kirschzweigen noch eignet

Traditionell ist es zwar die Kirsche, von der ein paar Zweige abgeschnitten werden, aber als Barbarazweige eignen sich beispielsweise auch Ästchen von Apfel-, Zwetschken- oder Mandelbaum. Oder probieren Sie es mal mit Winterschneeball, Forsythie, Schlehe, Zierquitte oder Zierjohannisbeere – sie werden Ihr blühendes Wunder erleben!

So fördern Sie die Blüte

Der Trick hinter dem Phänomen: Die Zeitspanne zwischen 4. und 24. Dezember entspricht der Blütenöffnungsphase der Kirschen. Bevor Sie die Zweige in die Wohnung holen, sollten sie Frost abbekommen haben. Die warme Temperatur des Wohnzimmers gaukelt ihnen dann steigende Frühlingstemperaturen vor – und sie beginnen zu blühen.

Und so geht's: Wählen Sie Triebe mit möglichst dicken Knospen aus. Schneiden Sie die Zweige schräg an und stellen Sie sie einige Tage mit der wassergefüllten Vase an einen kühlen Ort. Den Blühimpuls lösen Sie dann aus, indem Sie die Zweige einen Tag lang in warmes Wasser stellen, bevor Sie sie in das Zimmer holen.

Ursprung des Barbarazweig-Brauchs

Einer alten Überlieferung nach soll die Heilige Barbara auf dem Weg in die Gefangenschaft in einem Turm mit ihrem Kleid an einem Kirschbaumzweig hängengeblieben sein. Den abgebrochenen Zweig stellte sie in ein Gefäß mit Wasser – er erblühte an jenem Tag, an dem sie zum Tode verurteilt wurde.