GARTEN+HAUS Mondkalender: Das Prinzip dahinter

Ein Artikel von Christian Steurer | 03.01.2018 - 15:34

Leser von GARTEN+HAUS stoßen in jeder Ausgabe auf den aktuellen Mondkalender für das jeweilige Monat. Er beinhaltet praktische Tipps und Empfehlungen, die beispielsweise ein gutes und gesundes Wachstum oder besonderen Ernteerfolg erwarten lassen. Vergleicht man ihn mit anderen Mondkalendern, fallen jedoch kleine Unterschiede auf.

Schlangenträger und Komposttag

Der Grund dafür: Der GARTEN+HAUS Mondkalender basiert auf den realen astronomischen Gegebenheiten. Grundlagen dafür sind der tatsächliche, für jeden sichtbare aktuelle Sternenhimmel und der siderische Mondzyklus. Dieser berücksichtigt die unterschiedlichen Größen der Sternbilder und umfasst deren 13 (!), nämlich auch den Schlangenträger (Ophiuchus). Er wirkt speziell auf das Kompostieren. Abhängig von den Tierkreiszeichen lassen sich Blatttag, Fruchttag, Wurzeltag, Blütentag und Komposttag unterscheiden.

Die häufiger verbreiteten astrologischen Kalender hingegen gehen von der noch aus der Antike (etwa 2.600 Jahre) stammenden Einteilung der Ekliptik in 12 gleich große Tierkreiszeichen aus. Der Frühlingspunkt lag damals noch im Sternbild Widder und bewegt sich inzwischen von den Fischen weiter in den Wassermann.

Ursache hierfür ist die Präzision: Die Erdachse beschreibt wie ein taumelnder Kreisel in rund 25.800 Jahren einen Vollkreis an den Polen. Deshalb hat sich der Frühlingspunkt in den vergangenen 2.600 Jahren um mehr als ein ganzes Bild verschoben.

Die Natur kann aber nur auf echtzeitliche Gegebenheiten reagieren, so wie z. B. Ebbe und Flut nur nach den wahren Mondständen geschehen. Und genau deswegen ist der GARTEN+HAUS Mondkalender ein astronomischer Echtzeit-Kalender.