Rhipsalis – der sonderbarste Kaktus fürs Zimmer

Ein Artikel von Christiane Bartal | 10.11.2018 - 12:34

Der Korallenkaktus (Rhipsalis) ist eine tropische Sukkulente, die in den Regenwäldern Mittel- und Südamerikas, Afrikas und einiger Inseln im Indischen Ozean heimisch ist. Dort wachsen die etwa 60 verschiedenen Arten zumeist auf Baumstämmen.

Während eine Blüte bei kultivierten Pflanzen kaum vorkommt, erblühen sie an ihrem Naturstandort mit einer Vielzahl weißer, gelber, orangefarbener oder roter Blüten, die nach der Bestäubung Beeren bilden. Nach Erkenntnissen der NASA ist Rhipsalis sogar eine Zimmerpflanze mit luftreinigenden Eigenschaften, die zur Verbesserung des Raumklimas beiträgt.

Von hängend bis kompakt

Rhipsalis ist in vielen Arten erhältlich, von kompakten Pflanzen für den Tisch, mit korallenähnlichen grünen Verzweigungen (R. pilocarpa) oder einem wirren grünen Schopf (R. cassutha), bis zur Hängepflanze mit langen Ranken (R. baccifera). Die Pflanzenglieder können aussehen wie sich kräuselnde Bänder oder wie eine Art grüner Spaghetti.

13287753830520.jpg

Rhipsalis 'Heidelberg' © floradania.dk

Absoluter „Spaghettialarm“ besteht bei Rhipsalis 'Heidelberg' mit ungewöhnlich langen, streichelweichen Trieben – was man normalerweise von einem Kaktus nicht erwartet. Die Pflege ist einfach: Er braucht nur mäßig gegossen und gedüngt zu werden, dafür steht er gerne an einem sonnigen Plätzchen.

Pflegetipps für Rhipsalis

• Die Pflanze hängt gern an einem hellen Ort und verträgt sogar direktes Sonnenlicht, aber sie wächst und gedeiht auch bei etwas weniger Licht.

• Zwischen den Gießeinheiten darf der Topfballen ein wenig antrocknen, mäßiges Gießen einmal in der Woche ist ausreichend. Hängt die Pflanze in der Sonne, sollte etwas häufiger gegossen werden. Sie mag es auch, ab und zu besprüht zu werden.

Düngen Sie einmal im Monat mit einer geringen Dosis.

• Werden die Ranken zu lang, können sie einfach wieder in Form geschnitten werden.