Himmelblauer Bläuling gekürt

Ein Artikel von Alexandra Pickner | 13.03.2026 - 12:06
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ein Name verrät es schon: Die Männchen tragen eine markant blaue Flügeloberseite. © alslutsky/Shutterstock.com

Der Himmelblaue Bläuling (Lysandra bellargus) zählt zu den auffälligsten heimischen Tagfaltern. Männchen begeistern mit intensiv himmelblauen Flügeln, während die Weibchen in Braun- und Beigetönen auftreten. Die Schmetterlinge bevorzugen sonnige, trockene, blütenreiche Wiesen und Kalkmagerrasen, auf denen ihre Raupen wichtige Nahrungspflanzen wie Hufeisenklee, Bunt-Kronwicke und Gekrönte Kronwicke finden. Obwohl der Bläuling in mehreren Regionen Österreichs vorkommt, ist er stark an strukturreiche und extensiv bewirtschaftete Lebensräume gebunden. Solche Wiesen sind vielerorts selten geworden, weshalb die Art hierzulande bereits als potenziell gefährdet eingestuft wird. Der Erhalt und die Pflege dieser Flächen sind entscheidend, nicht nur für den Himmelblauen Bläuling, sondern für die gesamte Vielfalt heimischer Schmetterlinge.

Schmetterlinge als Botschafter für Artenvielfalt

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Die Weibchen zeigen ein dezentes Braun, verziert mit auffälligen orangen Halbmonden am Flügelrand. © Thomas Marx/Shutterstock.com

Die Wahl des Himmelblauen Bläulings lenkt den Blick auf die Bedeutung artenreicher Wiesen und naturnaher Gärten für Schmetterlinge und andere Insekten. Raupen dienen zahlreichen Vögeln und Kleintieren als Nahrung, während die ausgewachsenen Falter als Bestäuber entscheidend zur Stabilität von Ökosystemen beitragen.
Im vergangenen Jahr haben über 29.000 Teilnehmende über die App „Schmetterlinge Österreichs“ rund 138.000 Schmetterlinge gemeldet. Die Erforschung, Dokumentation und Digitalisierung heimischer Falter durch aktive Bürgerbeteiligung und wissenschaftliche Begleitung macht dieses erfolgreiche Citizen Science Projekt zu einem europäischen Vorzeigeprojekt.

Quelle: ots