Gelbtafeln fangen fliegende Trauermücken ein und machen den Befall sichtbar. © DimaBerlin/Shutterstock.com
Trauermücken können Zimmerpflanzen innerhalb weniger Wochen vollständig übernehmen. Die nur wenige Millimeter großen Insekten schwirren gern zwischen Blättern und manchmal sogar um unsere Köpfe herum. Problematisch wird es, weil sie ihre Eier in feuchte Blumenerde legen. Aus diesen Eiern schlüpfen wurmartige, weiße Larven mit schwarzem Kopf, die an den Wurzeln fressen und den Pflanzen Schaden zufügen können. Gefährdet sind vor allem junge Pflanzen.
Zum Glück gibt es einfache Tricks, um die ungebetenen Gäste schnell wieder loszuwerden. Die Hauptursache für Befall ist zu feuchte Erde. Wer seine Pflanzen lieber seltener, dafür aber gründlich gießt, schafft ein Umfeld, das die Mücken meiden. Hochwertige Pflanzerde minimiert zusätzlich das Risiko, da sie kontrolliert produziert und gütegesicherte Ausgangserde besteht. Selbst hergestellte Erde lässt sich vorab im Ofen bei 200 Grad für 20 Minuten sterilisieren, um Larven und Eier sicher zu entfernen.
Ein einfacher, aber wirksamer Schutz ist eine Feinstrumpfhose über das Pflanzgefäß zu ziehen und am Stamm oder unter den Blättern eng zu befestigen. So kommen die erwachsenen Mücken nicht mehr an die Erde, und die aus dem Boden schlüpfenden Larven bleiben gefangen. Mindestens sechs Wochen sollte die Strumpfhose bleiben, bis der Lebenszyklus der Trauermücken unterbrochen ist. Mit diesen Maßnahmen lassen sich Trauermücken zuverlässig bekämpfen und Pflanzen gesund halten – ganz ohne aggressive Chemie.