Wer das Befüllen seines Pools auf Randzeiten legt oder über mehrere Tage verteilt, übernimmt Verantwortung für eine funktionierende Trinkwasserversorgung
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Mit den ersten heißen Tagen steigt nicht nur die Vorfreude auf den Sommer, sondern auch der Wasserverbrauch sprunghaft an. Ein wesentlicher Grund dafür ist das Befüllen privater Pools. Was nach einer harmlosen Freizeitaktivität klingt, kann in Summe spürbare Auswirkungen auf die Trinkwasserversorgung haben – besonders dann, wenn viele Haushalte gleichzeitig ihre Becken füllen.
Ein durchschnittlicher Gartenpool fasst mehrere tausend Liter Wasser. Wird diese Menge an einem einzigen Tag aus dem Leitungsnetz entnommen, kann das lokal zu Druckabfällen führen. In kleineren Gemeinden oder höher gelegenen Ortsteilen sind solche Effekte schneller spürbar als in großen Städten. Die Infrastruktur ist zwar grundsätzlich auf Verbrauchsspitzen ausgelegt, doch gleichzeitige, großvolumige Entnahmen stellen dennoch eine Herausforderung dar.
Hinzu kommt, dass die Wasserwerke im Frühling oft noch nicht auf das sommerliche Verbrauchsniveau hochgefahren sind. Die Reserven sind begrenzt, und das System braucht Zeit, um sich anzupassen. Wenn viele Haushalte gleichzeitig handeln, entstehen kurzfristige Engpässe, die sich durch einfache zeitliche Abstimmung vermeiden ließen.
Es geht dabei weniger um Verbote als um ein bewusstes Timing. Wer seinen Pool nicht unbedingt am ersten warmen Tag füllt, sondern die Befüllung auf mehrere Tage verteilt oder in Randzeiten legt, trägt dazu bei, die Belastung des Netzes zu glätten. So bleibt ausreichend Trinkwasser für alle verfügbar – auch an den Tagen, an denen die Temperaturen weiter steigen.