Kleines Wiesenwunder: Gänseblümchen

Ein Artikel von Alexandra Pickner | 24.04.2026 - 09:27
shutterstock_2612447931.jpg

Aus einer dichten Blattrosette schiebt das Gänseblümchen seine zahlreichen Blütenstiele heraus und setzt kleine Akzente im Grün der Wiese. © Dan Gabriel Atanasie/Shutterstock.com

Ein Buffet für Insekten?

Das Gänseblümchen (Bellis perennis) blüht kontinuierlich vom zeitigen Frühjahr bis in den späten Herbst hinein. Auch wenn die weiß-rötlichen Strahlenblüten mit  leuchtend gelben Mitte nur kleine Mengen an Nektar und Pollen liefern, werden sie regelmäßig von Wildbienen wie der Erdhummel sowie verschiedenen Sandbienen- und Schmalbienenarten besucht. Auch Käfer, Schwebfliegen und sogar Schmetterlinge nutzen die Pflanze als Nahrungsquelle. Darüber hinaus dienen Blätter und Blüten einigen heimischen Säugetieren als Futter.

Robuster und pflegeleicht Rasenersatz

Gänseblümchen sind echte Überlebenskünstler. Sie vermehren sich ganz von allein über Samen und Wurzelausläufer und kommen mit unterschiedlichsten Standorten gut zurecht. Am liebsten wachsen sie an sonnigen Plätzen. Auch Hitze und längere Trockenperioden vertragen sie problemlos und bleiben dabei lange saftig grün, selbst wenn der Rasen bereits bräunlich wird. Trotz ihrer zarten Blüten sind sie robust, trittfest und regenerieren sich schnell. Ein weiterer Vorteil ist, dass sie nicht zusätzlich bewässert werden müssen.

Überraschend lecker: Gänseblümchen auf dem Teller

Ja, richtig, man kann Gänseblümchen essen – und zwar komplett! Von den Blättern bis zu den Blüten sind alle Pflanzenteile essbar: mild im Geschmack und leicht nussig. Außerdem stecken sie voller wertvoller Inhaltsstoffe wie Kalium, Kalzium, Magnesium, Spurenelementen sowie den Vitaminen A, C und E. Die Blüten eignen sich hervorragend als essbare Deko auf Salaten, in Suppen, auf Butterbroten oder im Aufstrich und sind dabei ein echter Blickfang. Auch die eingelegten Blütenknospen in Essig sind beliebt – ähnlich wie Kapern – oder sie lassen sich gut in Smoothies verwenden. Wichtig: Nur unbehandelte Pflanzen verwenden und nicht in großen Mengen verzehren. Nach dem Verzehr größerer Mengen können Übelkeit, Erbrechen und Durchfall auftreten.