Wer ein Fischfilet genauso brät wie ein deftiges Steak oder Kotelett, riskiert ein trockenes, zerfallenes oder an der Pfanne festgeklebtes Ergebnis. Kleine Details machen den Unterschied. Mehr lesen ...
Die leuchtend orangefarbenen Früchte der Physalis sind längst nicht mehr nur aus dem Supermarkt bekannt. Die Kultur im Topf ist einfacher, als viele vermuten. Vor allem auf sonnigen Balkonen und Terrassen fühlen sich die wärmeliebenden Pflanzen wohl und entwickeln sich bei guter Pflege zu stattlichen Fruchtlieferanten.
Von den Anden bis nach Mexiko
Die leuchtend orangefarbenen Früchte der Andenbeere reifen geschützt in einer papierartigen Hülle heran. Man kann sie frisch genießen oder als Zutat für Desserts, Marmeladen und Kuchen. © Luis Echeverri Urrea/Shutterstock.com
Die Gattung Physalis gehört zur Familie der Nachtschattengewächse und stammt ursprünglich aus Mittel- und Südamerika. Am bekanntesten ist die Andenbeere (Physalis peruviana), deren Ursprung in den Anden Perus und Ecuadors liegt. Schon lange vor der Ankunft der Europäer wurde sie dort kultiviert. Ihre süß-säuerlichen Früchte erinnern geschmacklich an eine Mischung aus Stachelbeere, Kiwi und Ananas. Daneben gibt es weitere spannende Arten. Die Tomatillo (Physalis ixocarpa) stammt aus Mexiko und wird dort traditionell für würzige Salsas verwendet. Ihre grünen, gelben oder violetten Früchte besitzen ein fruchtig-herzhaftes Aroma und können je nach Rezept sogar unreif verarbeitet werden. Ebenfalls beliebt ist die Ananaskirsche (Physalis pruinosa), deren kleine, süße Früchte mit feinen Ananasnoten begeistern. Weniger bekannt ist die Sternkirsche (Physalis angulata), deren gelb-orange Früchte an Papaya erinnern.
Für die Topfkultur eignen sich kompakte Sorten der Andenbeere wie 'Little Lanterns' oder 'Dulceria'. Auch Tomatillos und Ananaskirschen lassen sich problemlos im Kübel ziehen. Natürlich können Sie auch großfrüchtige Sorte wie ‘Schönbrunner Gold’ im Topf kultivieren, die großfrüchtige Kapstachelbeere ‘Tropicana’ lässt sich allerdings nur im Freiland optimal ziehen.
Der richtige Topf ist da A und O
Physalis wachsen kräftig und können – je nach Sorte – zwischen 1 bis 2,5m hoch werden. Entsprechend großzügig sollte das Pflanzgefäß ausfallen. Empfehlenswert ist ein Topf ab zehn Litern Fassungsvermögen, größere Kübel fördern mehr Wachstum und Ertrag. Wichtig sind außerdem ein Abzugsloch sowie eine Drainageschicht, damit überschüssiges Wasser zuverlässig abfließen kann und keine Staunässe entsteht. Ebenso entscheidend ist der Standort: Physalis lieben Sonne und Wärme. Ideal ist ein geschützter Platz in Süd- oder Südwestlage, beispielsweise vor einer Hauswand, die zusätzlich Wärme speichert.
Beim Gießen orientiert sich die Physalis an ihren nahen Verwandten Tomate und Gurke. Während der Wachstumsphase benötigt sie regelmäßig Wasser, an heißen Sommertagen unter Umständen sogar morgens und abends. Zwischen den Wassergaben darf die oberste Erdschicht leicht antrocknen, Staunässe sollte jedoch unbedingt vermieden werden. Da die Nährstoffreserven der Pflanzerde im Kübel schnell aufgebraucht sind, empfiehlt sich etwa vier Wochen nach dem Einpflanzen eine regelmäßige Düngung. Ein Tomatendünger hat sich dafür besonders bewährt. Gelb werdende Blätter können auf einen Nährstoffmangel hinweisen und sind ein Zeichen dafür, dass nachgedüngt werden sollte. Weil die Pflanzen im Laufe des Sommers stark in die Höhe und Breite wachsen, sorgen Staudenstützen oder mehrere Stäbe mit einer lockeren Schnur für ausreichend Halt.