Die kleinen gestreiften Biester können aggressiv und zielgerichtet auf die Jagd © Kobkit Chamchod/Shutterstock.com
Sie sind klein, schwarz-weiß gestreift und erstaunlich hartnäckig: Die Asiatische Tigermücke breitet sich auch in Österreich zunehmend aus und ist besonders gut an das Leben in Städten und Siedlungsgebieten angepasst. In Teilen von Wien, Graz und Linz ist sie bereits etabliert. Gerade im Spätsommer kann die Zahl der Mücken auffallen, denn nach den warmen Monaten haben sich vielerorts mehrere Generationen entwickelt. Die Art kann zudem kleinste Wasserstellen zur Eiablage nutzen.
Der wichtigste Schutz: Wasser weg!
Wer Tigermücken natürlich aus Garten und Balkon fernhalten möchte, sollte deshalb weniger an die erwachsenen Mücken denken als an ihren Nachwuchs. Ein Blumentopfuntersetzer, eine vergessene Gießkanne, ein Eimer oder ein verstopfter Ablauf genügt bereits als kleine Brutstätte. Untersetzer und Vogeltränken sollten mindestens einmal pro Woche vollständig geleert und gereinigt werden. Regentonnen gehören dicht verschlossen oder mit einem feinmaschigen Netz abgedeckt. Auch herumliegende Gegenstände sollten so gelagert werden, dass sich darin kein Regenwasser sammeln kann.
Duftende Pflanzen gegen Tigermücken?
Lavendel, Minze, Zitronenmelisse, Rosmarin oder Duftgeranien werden gerne als natürliche Mückenabwehr empfohlen. Einen zuverlässigen Schutz für den gesamten Sitzplatz darf man von solchen Pflanzen allerdings nicht erwarten. Ihr Duft kann zwar als angenehm empfundene Ergänzung dienen, wissenschaftlich belastbare Belege dafür, dass einzelne Gartenpflanzen Tigermücken im Freiland zuverlässig fernhalten, sind jedoch begrenzt. Geranien sind daher kein Ersatz für konsequente Wasservermeidung.
Trotzdem können Duftkräuter sinnvoll sein: Lavendel, Rosmarin und Minze bereichern Balkon und Terrasse und locken teilweise nützliche Insekten an. Wer zusätzlich natürliche Maßnahmen nutzen möchte, kann auf gut belüftete Sitzplätze setzen – denn Tigermücken sind eher schlechte Flieger und meiden stärkeren Wind.
Jetzt auch an den Herbst denken
Im Spätsommer lohnt sich außerdem bereits ein Blick auf die kommenden Wochen. Tigermückeneier können Trockenheit und kühlere Temperaturen überstehen. Deshalb sollten Untersetzer, Gießkannen und andere Wasserbehälter vor dem Winter gründlich gereinigt und trocken gelagert werden. So verhindert man, dass die nächste Mückengeneration bereits im eigenen Garten auf ihren Einsatz wartet.