Je nach Tabaksorte werden 7.000 bis 200.000 Pflanzen auf einem Hektar ausgepflanzt, nachdem sie unter schützenden Planen und bei regelmäßiger Bewässerung in kleinen Parzellen vorgezogen wurden. Auf diese Weise kann Tabak auch in Regionen kultiviert werden, in denen die Pflanze der Subtropen natürlicherweise nicht vorkommt. Sogar in Österreich wurde schon ab dem 17. Jahrhundert Tabak angebaut, doch nachdem die Europäische Union die Subvention auf Tabakanbau 2006 drastisch kürzte, stiegen auch die letzten Tabakbauern auf andere Produkte um.
Drei bis fünf Monate nach der Auspflanzung, sobald die Blätter beginnen zu vergilben, kann die Ernte erfolgen. Dabei wird je nach Region die gesamte Pflanze abgeschnitten oder es werden nur die Blätter gelesen.
Mittlerweile erfolgt die Ernte meist mit Hilfe von Maschinen, doch das Pflücken per Hand verspricht einen um bis zu 20 % höheren Ertrag.
Die nun folgende Trocknung ist für die Qualität des Tabaks elementar. Traditionell in gut durchlüfteten Schuppen über ein bis zwei Monate luftgetrocknet, kann der Vorgang mit Hilfe von Heißluft auf nur wenige Tage verkürzt werden. Durch die anschließende Lagerung und Fermentierung werden Zucker, Stärke und Eiweiße abgebaut und die typischen Aromastoffe gebildet. Der Tabak wird schließlich zu den verschiedenen Produkten verabeitet, wobei für Zigaretten, Zigarren, Pfeifen-, Schnupf- und Kautabak verschiedene Sorten und Ernten herangezogen werden.
Mag. Kristina Kugler