Die Kornelkirschen kommen

Ein Artikel von Mag. Eva-Maria Mayr | 03.09.2015 - 10:05

Die Kornelkirsche (Cornus mas), auch Dirndl oder Gelber Hartriegel genannt und ist in Mittel- und Südeuropa beheimatet. Sie gehört zur Familie der Hartriegelgewächse und ist nicht mit der Kirsche verwandt. Der baumartige Strauch oder Kleinbaum ist häufig in lichten Wäldern, am Waldrand, in Hecken und Parkanlagen zu finden. Das Holz ist sehr hart und so schwer, dass es im Wasser sinkt.

Der richtige Erntezeitpunkt
Die ovalen Früchte reifen ab September meist über einen Zeitraum von vier bis fünf Wochen. Die richtige Erntezeit ist, wenn die Früchte fast von selbst abfallen. Am besten schüttelt man die Pflanze in regelmäßigen Abständen und sammelt die reifen Früchte auf ausgebreiteten Tüchern. Das Entsteinen der rohen Früchte ist nicht einfach. Es empfiehlt sich, die Dirndln mit wenig Wasser zu kochen und durch ein Sieb zu streichen.

Ideen für die Verarbeitung
Die roten kirschenähnlichen Früchte werden meist verarbeitet gegessen - in Konfitüre, als Kompott, Saft, Sirup oder im Gebäck. Das Wildobst lässt sich sehr gut mit Birne und Apfel kombinieren, um die Säure zu mildern.
Eingekocht oder als Chutney wird die Kornelkirsche gerne zu Wild gereicht. Aus noch unreifen orangefarbenen Früchten lassen sich "falsche Oliven" herstellen. Eingelegt in Salzwasser und gewürzt mit Lorbeerblättern und Fenchelsamen verlieren sie ihre Bitterstoffe und werden weich. Die entkernten und getrockneten Kornellen können auch Früchteteemischungen verfeinern.

Quelle: Heike Kreutz/aid