Beim sogenannten Upside-down-Anbau wachsen die Pflanzen nach unten aus dem Gefäß heraus. Dadurch werden ungenutzte Bereiche sinnvoll verwendet. Wichtig ist allerdings das richtige Gefäß: Die Öffnung am Boden sollte groß genug sein, damit die junge Paradeiserpflanze vorsichtig hindurchgeführt werden kann. Bei vielen normalen Blumentöpfen ist das Loch zu klein – hier kann man mit einem Bohrer nachhelfen. Alternativ eignen sich auch stabile Kübel mit Henkel, die sich einfach aufhängen lassen.
Setzen Sie die junge Pflanze so ein, dass sich die Wurzeln samt Wurzelballen im Inneren des Gefäßes befinden und die Triebe nach außen hängen. Danach wird das Gefäß aufgehängt und vorsichtig mit Erde befüllt. Besonders wichtig ist eine stabile Befestigung, da die Konstruktion durch Erde und Wasser einiges an Gewicht bekommt. Anfangs wachsen die Triebe locker nach unten, doch mit der Zeit richten sich die Spitzen wieder zum Licht aus. Dadurch entsteht eine kompakte, hängende Pflanze mit vielen Blüten und später auch Früchten. Ein weiterer Vorteil: Die luftige Position sorgt dafür, dass die Pflanze gut druchlüftet ist, das macht sie weniger anfällig für Krankheiten. Starker Wind oder sogar Stürme können allerdings dazu führen, dass einzelne Triebe oder im schlimmsten Fall die gesamte Pflanze abknicken. Ein geschützter, nicht zu exponierter Standort ist daher besonders wichtig. Tipp: Nur kleinwüchsige Paradeisersorten eignen sich für diese Anbaumethode. Auch kompakte Paprika- und Chilisorten, die nicht zu groß werden, lassen sich problemlos kopfüber in hängenden Gefäßen ziehen.