Die Luffapflanze (Luffa aegyptiaca) gehört zu den Kürbisgewächsen und stammt aus warmen Regionen. Entsprechend hoch sind ihre Ansprüche an den Standort. Sie braucht viel Sonne, Wärme und einen möglichst windgeschützten Platz. In unseren Breiten sind ein Gewächshaus oder Folientunnel besonders günstig, in warmen Lagen kann die Kultur auch im geschützten Freiland gelingen.
Der Boden sollte humos, nährstoffreich und gut mit Wasser versorgt sein, gleichzeitig aber keine Staunässe aufweisen. Da die Luffa kräftig wächst und lange Ranken bildet, benötigt sie zudem eine stabile Kletterhilfe. Ein Spalier, Rankgerüst oder entsprechend belastbarer Zaun gibt den Pflanzen Halt und sorgt dafür, dass die Früchte frei hängen können.
Der Herbst bringt die Schwammernte
Getrocknete Luffagurken lassen sich als natürliche Schwämme im Haushalt vielseitig einsetzen. © Pinyonoii/Shutterstock.com
Während die jungen Früchte noch grün und weich sind, entwickelt sich im weiteren Reifeverlauf im Inneren das charakteristische Fasergewebe. Genau dieses wird später zum Luffaschwamm. Für die Schwammgewinnung lässt man die Früchte deshalb möglichst vollständig ausreifen. Die Schale beginnt einzutrocknen und verfärbt sich zunehmend gelblich bis braun. In kühleren Regionen sollte die Ernte rechtzeitig vor dem ersten Frost erfolgen. Nach der Ernte wird die äußere Schale entfernt. Anschließend lassen sich Fruchtfleisch und Samen aus dem Fasergerüst lösen und die Schwammstruktur gründlich auswaschen. Gut getrocknet kann das entstandene Naturprodukt als Schwamm im Bad oder Küche verwendet werden.
Auch als Gemüse interessant
Wer nicht auf den Schwamm warten möchte, kann die jungen Früchte bereits früher ernten. In diesem Entwicklungsstadium sind sie essbar und erinnern geschmacklich an Zucchini. Sie können beispielsweise roh oder gegart verwendet werden. Mit zunehmender Reife verändert sich jedoch die Beschaffenheit des Fruchtfleisches – dann steht nicht mehr der Gemüsegenuss, sondern die Gewinnung des faserigen Schwammgewebes im Vordergrund. Damit bietet die Luffa gleich zwei interessante Nutzungsmöglichkeiten. Im Sommer steht die kräftige Kletterpflanze mit ihren gelben Blüten und gurkenähnlichen Früchten im Mittelpunkt, im Herbst folgt die besondere Ernte. Wer die Früchte vollständig ausreifen lässt, kann aus einer außergewöhnlichen Gemüsepflanze ein langlebiges Naturprodukt gewinnen.