Unförmige Karotten: Was ist schuld daran?

Ein Artikel von Christiane Bartal | 27.08.2020 - 11:19
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Verformte Karotten haben meist einen verdichteten oder steinigen Boden als Ursache © LanaElcova/Shutterstock.com

Wer selbst Karotten anbaut, erlebt bei der Ernte so manche Überraschung: Ganz seltsame Wurzelgestalten kommen da mitunter zum Vorschein: mehrbeinig, krumm oder gewunden. Keine Frage, Charisma haben diese Geschöpfe, als Gärtner wünscht man sich dennoch möglichst gerade Karotten, die sich nicht zuletzt auch besser reinigen und verarbeiten lassen.

Einer der wichtigsten Faktoren beim Anbau von Wurzelgemüse ist der Boden – und genau hier liegt die Ursache für das unförmige Wachstum.

Lockerer Boden für schöne Karotten

Tiefgründig gelockert, sandig und humos sollte der Boden sein, damit sich Wurzelgemüse wie Karotten uneingeschränkt in der Erde entfalten kann. Ist der Untergrund nämlich verdichtet oder steinig, stirbt die Wurzelspitze mitunter ab und die Knospen nebenan beginnen auszutreiben, um das Hindernis zu umwachsen. Das Ergebnis sind „mehrbeinige“ Karotten.

Verhindern lassen sich bodenbedingte Verformungen, indem Sie die Erde vor der Aussaat von Steinen befreien und mit einer Grabgabel tiefgründig lockern. Eventuell Sand einarbeiten.
Tipp: Auf ungeeigneten Böden hat sich auch eine Aussaat auf kleinen, mit geeigneter Erde angehäufelten Dämmen bewährt.

Der Boden ist locker und die Karotten sind dennoch seltsam verformt? Ursache für ungewünschte Wurzelverzweigungen können auch Nematoden sein, die an den Wurzeln saugen und zu einem kümmerlichen Wuchs führen.

Warum platzen meine Karotten auf?

Größere Risse im Wurzelgemüse entstehen oft in Folge von stärkeren Regengüssen: Nach längeren Trockenperioden saugen sich die Rüben rasch voll, wodurch sie aufplatzen. Auch eine zu stickstoffreiche Düngung fördert die Rissbildung. Die Karotten können dennoch ganz normal verzehrt und verarbeitet werden – der „Makel“ ist nur optischer Natur.

Tipp: Ein hoher Humusgehalt im Boden kann helfen, das Aufplatzen zu verhindern. Humus speichert Feuchtigkeit, wodurch der Boden generell weniger stark austrocknet und die Wurzeln gleichmäßiger mit versorgt werden.