Igel suchen jetzt Winterquartiere

Ein Artikel von Christiane Bartal | 11.10.2017 - 17:54

Wer einen Igel als Gartenbewohner hat, darf sich glücklich schätzen. Nicht nur, weil sie einfach putzig sind, sondern weil sie sich auch äußerst nützlich machen als Schädlingsvertilger. Zu ihrer Leibspeise zählen neben Würmern, Asseln und Insekten nämlich vor allem Schnecken.

Jetzt im Herbst sind die stacheligen Kerlchen besonders aktiv. Schließlich müssen sie sich genügend Fettvorräte für den bevorstehenden Winterschlaf anfuttern. Tagsüber bekommt man die nachtaktiven Gartenbewohner allerdings kaum zu Gesicht – erst in der Dämmerung gehen sie auf Beutefang. Nicht zuletzt suchen sie jetzt einen geschützten, frostsicheren Unterschlupf. Schon mit einfachen Maßnahmen können Sie die Igel dabei unterstützen.

So helfen Sie den Igeln im Herbst

• Richten Sie in Ihrem Garten igelgerechte Winterquartiere ein, beispielsweise ein Haufen aus Reisig, Blättern oder Totholz. Auch in dichtem Gebüsch oder Holzstapeln verkriechen sich Igel gerne.

Komposthaufen sind ebenfalls ein willkommener Unterschlupf für Igel. Setzen Sie deshalb keine Komposthaufen mehr um – gut möglich, dass es sich darin schon ein Igel gemütlich gemacht hat.

• Sie können die Igel die Nahrungssuche und das Anfuttern des Winterspecks erleichtern, indem Sie ihnen an einer fixen Futterstelle abends Futter anbieten. Dafür eignen sich Hunde- oder Katzenfutter aus der Dose, gekochtes Geflügelfleisch, gegartes Faschiertes, ungewürzte Eierspeise sowie Haferflocken- oder Weizenkleie. Verfüttern Sie keinesfalls Milch, Speisereste, gewürzte oder gesüßte Speisen!
Wichtig: Füttern Sie nicht mehr, sobald der erste Frost oder Schnee hereinbricht, damit der Igel aufgrund des verlockenden Nahrungsangebotes „vergisst“, mit dem Winterschlaf zu beginnen.
 

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