Schnee-Forsythie: Früher Frühlingsbeginn

Ein Artikel von Christiane Bartal | 26.01.2018 - 13:29

Im Gegensatz zur gelb blühenden Garten-Forsythie (Forsythia × intermedia) ist die aus Korea stammende Weiße, Schnee- oder Duft-Forsythie (Abeliophyllum distichum) bei uns nur selten anzutreffen. In seiner Heimat ist der langsamwüchsige, bis etwa 1,50 m hohe Strauch sogar vom Aussterben bedroht.

Ihn in unsere Gärten zu holen, lohnt sich aus vielerlei Hinsicht: Seine schneeweißen bis leicht rosafarbenen Blüten erscheinen reichlich an den überhängenden Zweigen – je nach Region schon vor der Garten-Forsythie zwischen Jänner und April. Sie sind nicht nur bezaubernd anzusehen, sie duften auch herrlich nach Mandeln! Ihre frühe Blüte macht sie zu einem willkommen Bienenbuffet.

Standort und Pflege

Als Standort eignet sich ein vollsonniger bis halbschattiger und etwas geschützter Platz im Garten. Als Untergrund ist durchlässiger, frischer und humoser Gartenboden ideal. Bei jungen Pflanzen empfiehlt sich noch ein Winterschutz, ältere Exemplaren sind grundsätzlich winterhart, höchstens die Blütenknospen sind frostgefährdet. Auch im Pflanzkübel macht sich die Schnee-Forsythie gut.

Der Schnitt erfolgt wie bei Forsythia nach der Blüte: Ein Drittel der älteren Zweige wird bodennah entfernt oder der Strauch alle drei bis fünf Jahre generell auf den Stock gesetzt.