Die Bänderschnecke – ein Nützling!

Ein Artikel von Christiane Bartal | 28.03.2018 - 10:22
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Der nützliche Tigerschnegel ist leicht an seiner Zeichnung zu erkennen © Nataliia Melnychuk/Shutterstock.com

Im Gegensatz zur bei Gärtnern wenig geliebten Spanischen Wegschnecke, die – so scheint es – nicht einmal vor angeblich schneckenresistenten Pflanzen zurückschreckt, sind viele Gehäuseschnecken wie die Weinberg- und Bänderschnecken als Nützlinge einzustufen. Sie ernähren sich vorwiegend von abgestorbenen Pflanzenresten und helfen dadurch, das Ökosystem Garten von Pflanzenabfall und Aas zu säubern. Sie vergreifen sich sogar an den Gelegen der Spanischen Wegschnecke und tragen so zu deren Dezimierung bei.

Es gibt aber auch unter den Nacktschnecken eine Ausnahme: den Tigerschnegel (Limax maximus), der leicht an seiner charakteristischen leoparden- oder tigerartigen Hautzeichnung zu erkennen ist und als sog. Raubschnecke ebenfalls keine Vorlieben für lebende Pflanzenteile hat.

Bänderschnecken (Cepaea nemoralis bzw. C. hortensis) leben in Wäldern, Wiesen, Hecken und Gebüschen sowie Gärten und Parks. Sie tragen ein ca. 2 cm großes, gelbliches Gehäuse, das mit auffälligen dunklen Spiralbändern überzogen ist. Bei manchen Exemplaren ist diese Bänderung stärker, bei manchen weniger üppig  ausgebildet. Wenn Sie also eine derartige Schnecke in Ihrem Garten finden, freuen Sie sich ruhig über sie!