Kaffeesatz ist viel zu schade für den Müll. Das vermeintliche Abfallprodukt enthält noch wertvolle Nährstoffe und kann im Garten sinnvoll eingesetzt werden. Damit Pflanzen tatsächlich davon... Mehr lesen ...
Schon seit Jahrhunderten gilt der Aberglaube, dass die Beschädigung eines Hollerstrauchs Unglück bringt. Als vielseitig nutzbare Heilpflanze fand er deshalb oft seinen Platz in der Nähe von Häusern. Seine Früchte und Blüten wurden traditionell gegen Erkältungen, Fieber, Grippe und Verdauungsbeschwerden eingesetzt, was ihm den Ruf einer glücksbringenden Pflanze einbrachte. Diese Wertschätzung hat auch einen wissenschaftlichen Hintergrund: Die Beeren enthalten reichlich Vitamin C, Anthocyane und Antioxidantien, die das Immunsystem stärken und die Genesung unterstützen.
Der Holler ist ein anspruchsloses Gehölz, das an sonnigen wie auch halbschattigen Standorten gut gedeiht. Er verträgt sowohl leicht feuchte als auch zeitweise trockene Böden, sollte jedoch nicht in Staunässe stehen, um Wurzelschäden zu vermeiden. Da der Strauch mit den Jahren eine breite Krone entwickelt, ist bei der Pflanzung ausreichend Platz einzuplanen.
Auch für die Tierwelt ist der Holler wertvoll: Seine Blüten sind eine reiche Nektar- und Pollenquelle für Insekten, während die Früchte im Herbst zahlreichen Vogelarten als Nahrung dienen. In naturnahen Gärten oder Wildobsthecken verbindet er damit Zierwert und ökologischen Nutzen.
Wer gerne die kulinarischen Seiten des Hollers auskosten will, greift am besten zu Sorten mit besonders großen Fruchtrispen. Neue Züchtungen von Fruchtholler, wie die österreichischen Selektionen 'Haschberg' und 'Donau' überzeugen durch hohen Ertrag und aromatische Beeren, die sich ideal zu Saft oder Kompott (Hollerkoch) verarbeiten lassen. Je nach Sorte reifen die Früchte zwischen Juli und September, und bereits ab dem zweiten Standjahr ist mit einer guten Ernte zu rechnen. Die jährlich aufrecht wachsenden Triebe bilden im Folgejahr fruchttragende Seitentriebe.