Lavendel – Mediterranes Flair Zuhause

Ein Artikel von Johanna Lassl | 11.06.2026 - 11:53
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Eine Freude für alle Sinne- der Duft von Lavendel versetzt uns nach Südfrankreich
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Wer Lavendel pflanzen möchte, hat die Wahl zwischen verschiedenen Arten und Sorten. Besonders verbreitet ist der Echte Lavendel (Lavandula angustifolia). Er zeichnet sich durch seinen angenehmen Duft, seine Winterhärte und seine vielseitigen Verwendungsmöglichkeiten aus. Beliebte Sorten sind etwa „Hidcote Blue“ oder „Munstead“, die sich sowohl für Beete als auch für Kübel eignen.

Der Schopflavendel (Lavandula stoechas) fällt durch seine markanten Blütenstände mit den dekorativen Hochblättern auf. Er wirkt besonders exotisch, ist jedoch deutlich empfindlicher gegenüber Frost und wird daher oft als Kübelpflanze kultiviert.

Eine weitere interessante Art ist der Speiklavendel (Lavandula latifolia). Er wächst kräftiger als der Echte Lavendel und besitzt einen intensiveren Duft. Häufig wird er für die Gewinnung ätherischer Öle genutzt.

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Die Sorte Lavandula stoechas (Schopf-Lavendel) fällt durch die vergleichsweise großen üppigen Blüten auf
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Der richtige Standort

Lavendel stammt ursprünglich aus den trockenen und sonnigen Regionen des Mittelmeerraums. Entsprechend wichtig ist ein möglichst heller Standort. Ideal sind Plätze mit mindestens sechs Stunden direkter Sonneneinstrahlung täglich.

Der Boden sollte locker, durchlässig und eher nährstoffarm sein. Schwere, lehmige Böden können durch die Zugabe von Sand oder feinem Kies verbessert werden. Staunässe zählt zu den häufigsten Ursachen für Probleme bei Lavendel und sollte unbedingt vermieden werden.

Auch auf Balkon und Terrasse gedeiht Lavendel hervorragend. Kübel und Pflanzgefäße sollten jedoch über ausreichend Abzugslöcher verfügen, damit überschüssiges Wasser problemlos abfließen kann.

Pflege leicht gemacht

Lavendel gehört zu den unkomplizierten Gartenpflanzen. Nach dem Anwachsen benötigt er nur wenig zusätzliche Bewässerung. Besonders ältere Pflanzen kommen mit Trockenheit erstaunlich gut zurecht.

Auf Düngergaben kann meist weitgehend verzichtet werden. Zu viele Nährstoffe fördern zwar das Wachstum, beeinträchtigen jedoch häufig die Blütenbildung und den typischen kompakten Wuchs.

Eine wichtige Pflegemaßnahme ist der regelmäßige Rückschnitt. Im Frühjahr werden die Triebe um etwa ein Drittel eingekürzt. Nach der Blüte empfiehlt sich ein weiterer leichter Formschnitt. Dadurch bleibt die Pflanze dicht verzweigt und verholzt nicht so schnell.

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Besonders Hummeln lieben Lavendelblüten
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Ein Paradies für Bienen und Schmetterlinge

Lavendel ist nicht nur für Menschen attraktiv. Während der Blütezeit entwickelt er sich zu einer wertvollen Nahrungsquelle für zahlreiche Insekten. Honigbienen, Wildbienen, Hummeln und Schmetterlinge besuchen die Blüten regelmäßig und profitieren von ihrem reichhaltigen Nektarangebot.

Wer seinen Garten naturnah gestalten möchte, findet in Lavendel daher einen wichtigen Baustein für mehr Artenvielfalt.

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Aus Lavendel lässt sich ein besonders aussehender und schmeckender Sirup herstellen, den man in Cocktails oder erfrischenden Limos weiterverarbeiten kann
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Lavendel kreativ verwenden

Die Einsatzmöglichkeiten von Lavendel reichen weit über den Garten hinaus. Besonders beliebt sind getrocknete Blüten für Duftsäckchen, Duftkissen oder Potpourris. Im Kleiderschrank sorgen sie für einen angenehmen Duft und werden traditionell zur Mottenabwehr eingesetzt.

Auch in der Naturkosmetik spielt Lavendel eine wichtige Rolle. Aus den Blüten lassen sich beispielsweise Badezusätze, Seifen oder Duftöle herstellen.

In der Küche sorgt Lavendel für eine besondere aromatische Note. Die Blüten können sparsam für Tee, Sirup, Limonaden, Marmeladen oder Desserts verwendet werden. Zudem ist Lavendel Bestandteil der bekannten Kräutermischung „Kräuter der Provence“ und harmoniert hervorragend mit mediterranen Gerichten.

Ernten und Trocknen

Für die Weiterverarbeitung werden die Blüten am besten kurz vor der vollständigen Blüte geerntet. Zu diesem Zeitpunkt ist ihr Gehalt an ätherischen Ölen besonders hoch. Die Stängel werden gebündelt und an einem luftigen, schattigen Ort aufgehängt. Nach einigen Wochen sind die Blüten vollständig getrocknet und können vielseitig verwendet werden.

Tipp: Lavendeltage in den Blumengärten Hirschstetten

Wer noch mehr über die vielseitige Pflanze erfahren möchte, sollte die Lavendeltage in den Blumengärten Hirschstetten besuchen. Am 13. und 14. Juni 2026 laden die Wiener Stadtgärten jeweils von 9 bis 18 Uhr zu einem Wochenende ganz im Zeichen des Lavendels ein. Besucher*innen erwarten fachkundige Beratung zur Sortenauswahl und Pflege, kostenlose Themenführungen, Workshops zur Herstellung von Naturkosmetik, Vorführungen zur Destillation von Lavendelöl sowie zahlreiche Produkte rund um die duftende Pflanze. Auch für Kinder gibt es ein abwechslungsreiches Programm mit Pflanzaktionen, Rätselrallyes und der Möglichkeit, eigene Lavendelsäckchen zu gestalten.