Kombucha für ein aktives Immunsystem

Ein Artikel von Michaela Tebaldi/BZfE | 08.01.2020 - 11:17
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Kombucha ist ein Teegetränk, das Sie auch selbst herstellen können © stockcreations/Shutterstock

In Asien ist Kombucha tausenden Jahren fixer Bestandteil der Naturmedizin. Das Getränk entsteht, wenn gezuckerter Tee mit speziellen Bakterienstämmen und Hefepilzen – dem sogenannten Teepilz – vergärt. Dabei ist es besonders wichtig, auf gründliche Hygiene zu achten, damit fremde Keime keine Chance haben.   

So stellen Sie Kombuche selbst her

Die Herstellung von Kombucha ist gar nicht schwer: 

1. Geben Sie 8 g Schwarzen oder Grünen Tee in 1 l kochendes Wasser und lassen Sie ihn 15 Minuten ziehen.
2. Anschließend 80 bis 90 g Zucker beigeben und den Tee auf Zimmertemperatur abkühlen lassen.
3. Füllen Sie den Tee in ein großes Gefäß aus Glas und geben Sie den Teepilz mit 100 ml fertigem Kombucha-Getränk als Ansatzflüssigkeit hinzu. Dabei handelt es sich um eine Kultur aus verschiedenen Hefen und Bakterien, die wie eine gallertartige Scheibe aussieht. Ideale Bedingungen findet Kombucha an einem warmen Platz ohne direktes Sonnenlicht.
4. Bedecken Sie das Gefäß mit einem luftdurchlässigen Tuch oder einem sehr dichten Sieb.
Jetzt erzeugen die Hefen aus dem Zucker Alkohol, der von den Bakterien in Essigsäure und andere organische Säuren umgewandelt wird. Es entstehen außerdem Kohlendioxid, B-Vitamine und Enzyme.
5. Nach ein bis zwei Wochen Fermentation ist das Getränk fertig.

Rund 10 % dienen zusammen mit dem Teepilz als Ansatzflüssigkeit für die nächste Kultur. Der Teepilz wird nach jedem Gärprozess unter fließendem Wasser gewaschen. Sobald Sie Schimmel oder eine Veränderung von Farbe und Geruch entdecken, müssen Sie die ganze Kultur entsorgen.

Für Darm und Immunsystem

Kombucha ist auch als Fertiggetränk erhältlich, doch bei der Pasteurisierung werden  wertvolle Mikroorganismen abgetötet.
Kombucha werden viele positive Eigenschaften nachgesagt. Das Teegetränk soll etwa die Darmfunktion verbessern, das Immunsystem unterstützen und bei Krankheiten wie Gicht und Rheuma helfen. Wissenschaftlich nachgewiesen sind diese Wirkungen allerdings nicht.