Heiße Sommertage mit Temperaturen jenseits der 30-Grad-Marke stellen viele Pflanzen auf Balkonen und Terrassen vor große Herausforderungen. Während manche Sommerblumen ihre Blüten reduzieren oder welk wirken, zeigen sich Pelargonien von ihrer widerstandsfähigen Seite. Ihre Vorfahren stammen aus den sonnigen und trockenen Regionen Südafrikas, wo intensive Sonneneinstrahlung, große Temperaturschwankungen und unregelmäßige Niederschläge zum Alltag gehören. Diese natürliche Anpassungsfähigkeit hat sich auch bei den heutigen Sorten erhalten. Deshalb fühlen sich Pelargonien an sonnigen Standorten besonders wohl. Je mehr Licht sie erhalten, desto üppiger entwickeln sich Blüten und Triebe. Gerade in heißen Sommern zählen sie zu den zuverlässigsten Balkonpflanzen und sorgen über viele Wochen hinweg für leuchtende Farbakzente.
Auf die richtige Pflege kommt es an
Auch robuste Pflanzen benötigen bei anhaltender Wärme eine angepasste Pflege. Damit Pelargonien ihre Blütenfülle behalten, sollten sie während längerer Hitzephasen regelmäßig gegossen werden – idealerweise am frühen Morgen und/oder in den Abendstunden. So gelangt das Wasser besser zu den Wurzeln und verdunstet nicht sofort. Eine hochwertige, strukturstabile Pflanzerde speichert Feuchtigkeit, ohne Staunässe zu verursachen. Wer häufig unterwegs ist, kann auf Pflanzgefäße mit Wasserspeicher oder automatische Bewässerungssysteme zurückgreifen. Dank ihrer fleischigen Blätter überstehen Pelargonien auch kurze Trockenphasen deutlich besser als viele andere Sommerblumen. Hält die Trockenheit jedoch über längere Zeit an, benötigen auch sie regelmäßig Wasser. Der Vorteil: Nach kurzfristigem Wassermangel erholen sich die Pflanzen meist rasch und bilden schon bald wieder neue Blüten. Nach Sommergewittern sollte überschüssiges Wasser gut ablaufen können. Deshalb sind Gefäße mit Abzugslöchern unverzichtbar. Beschädigte Blüten werden danach am besten entfernt, bei Bedarf kann nachgedüngt werden. Schon nach wenigen sonnigen Tagen präsentieren sich die Pflanzen häufig wieder in voller Blüte. An windgeschützten Standorten bleiben besonders reich blühende Sorten zudem länger attraktiv, da die Stängel und Triebe von Pelargonien relativ leicht brechen.
Auch Insekten können profitieren
Pelargonien und Insektenfreundlichkeit müssen kein Widerspruch sein. Entscheidend ist Pelargoniensorte und die Kombination mit anderen Pflanzen. Vor allem einfach blühende, ungefüllte Pelargonien bieten Nahrung für Insekten. Die auffälligen Blütenfarben von Pelargonien ziehen zahlreiche Insekten an und in Kombination mit insektenfreundlichen Partnerpflanzen entsteht ein Schlaraffenland. Steppensalbei, Ehrenpreis oder blühende Kräuter ergänzen das Blütenangebot und schaffen selbst auf kleinem Raum ein attraktives Nahrungsangebot für Wildbienen, Hummeln und Schmetterlinge. So verbinden Pelargonien Hitzetoleranz, lang anhaltende Blüte und einen Beitrag zur Förderung der Artenvielfalt.