Eine Schote ist eine trockene, längliche Kapselfrucht, die sich bei der Reife öffnet. Typisch ist eine innere Scheidewand, an der die Samen sitzen. Besonders häufig findet man Schoten bei den Kreuzblütengewächsen, zu denen unter anderem Raps, Senf, Rettich und Kohl gehören.
Beim Schötchen geht es dagegen nicht einfach um eine besonders kleine Schote. Entscheidend ist das Verhältnis von Länge zu Breite: Ist die Frucht höchstens etwa dreimal so lang wie breit, spricht man botanisch von einem Schötchen. Deshalb kann ein Schötchen durchaus erstaunlich groß sein. Das Silberblatt (Lunaria annua) etwa bildet auffällige, flache, fast münzförmige Schötchen.
Die „Schote“ von Erbse und Bohne ist botanisch gar keine Schote! Was wir im Alltag als Erbsen- oder Bohnenschote bezeichnen, ist botanisch eine Hülsenfrucht. Auch Paprika und Chili werden manchmal „Schoten“ genannt – botanisch handelt es sich bei ihnen sogar um Beeren.
Wer also beim nächsten Spaziergang eine flache „Münze“ am Silberblatt entdeckt oder die langen Früchte am Raps betrachtet, kann ganz genau sein: lang und schmal = Schote, kurz und gedrungen = Schötchen.