Die Dieffenbachia ist giftig und sollte bei Haushalten mit Kindern und Tieren nicht gehalten werden
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In Haiti und der Dominikanischen Republik wurden früher Sklaven aus Afrika gezwungen, Blätter der Pflanze zu kauen. Der Pflanzensaft führte zu einer starken Reizung der Schleimhäute, sodass sie mehrere Tage nicht mehr sprechen konnten. In ähnlicher Form wurden auch unliebsame Zeugen mit dem Schweigrohr vorübergehend an einer Aussage gehindert. Die Giftstoffe werden in Süd- und Mittelamerika sogar als Insektizid, Ratten- und Schabengift eingesetzt. In kleineren Dosen verabreicht, können die Pflanzenteile bei Menschen und Tieren anhaltende oder zeitlich begrenzte Unfruchtbarkeit zur Folge haben. Erforscht und eingesetzt wurde diese Methode in Nazi-Deutschland sowie in anderen Ländern. Ziel war in Deutschland die Durchsetzung der „Rassenreinheit“ durch medikamentöse Behandlung. Familien mit kleinen Kindern sollten daher diese Zimmerpflanzen nicht halten. Seien Sie vor allem vorsichtig, wenn Sie die Blätter abstauben oder putzen, auf diese Weise kann das Gift schnell in die Augen gelangen. Die Pflanze kann für unsere Haustiere sogar tödlich sein. Sie wirkt giftig auf Hunde und Katzen, auf Nager wie Hasen, Kaninchen, Meerschweinchen und Hamster, aber auch auf Vögel. Eine Vergiftung der Tiere zeigt sich in starker Reizung von Maul, Magen, Darm und Hals. Die Tiere haben Schluckbeschwerden, Atemnot, Verlust der Stimme. Vögel sind gestorben, nach dem sie an der Dieffenbachia geknabbert haben.