Kompost: Das Herz des Gartens

Ein Artikel von Johanna Lassl | 05.02.2026 - 14:44
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Kompostierung dient in erster Linie der Verbesserung der Gartenerde. Ein gut gepflegter Kompost liefert wertvollen Humus und versorgt Pflanzen mit Nähr- und Mineralstoffen. Der Standort sollte leicht erreichbar, schattig bis halbschattig und auf gewachsenem Gartenboden liegen, damit überschüssiges Wasser ablaufen kann. Direkte Sonne fördert das Austrocknen und ist daher ungünstig. Der Kompost ist kein Abfallplatz, sondern ein zentraler Bestandteil des Gartens, der regelmäßig genutzt und kontrolliert werden sollte.

Miete oder Behälter – was passt zum Garten?

Ob offen auf einer Miete oder in einem Behälter kompostiert wird, hängt von Gartengröße und Materialmenge ab. In kleinen Gärten sind Kompostbehälter praktischer, in großen Gärten eignet sich die Mieten-Kompostierung besonders gut. Entscheidend ist nicht die Bauform, sondern das Ausgangsmaterial: Eine ausgewogene Mischung aus „braunem“, kohlenstoffreichem Material (z. B. gehäckseltes Holz, Zweige, trockenes Laub) und „grünem“, stickstoffreichem Material (z. B. Rasenschnitt, Gartenabfälle, Mist) ist die Grundlage jeder erfolgreichen Kompostierung. Ebenso wichtig sind ausreichende Feuchtigkeit und gute Durchlüftung.

So funktioniert die Rotte

In großen Mieten können durch den aeroben Abbau Temperaturen von 55 bis 75 °C entstehen. Diese Hitze sorgt für eine Hygienisierung: Krankheitserreger und Unkrautsamen werden abgetötet. Damit das funktioniert, sollte der Kompost abgedeckt werden – etwa mit Stroh, Grasschnitt oder einem luftdurchlässigen Kompostvlies. So bleibt die Feuchtigkeit erhalten, ohne dass Staunässe entsteht. Stimmt das Verhältnis von Luft und Wasser, läuft die Rotte zuverlässig ab. Regelmäßiges Umsetzen beschleunigt den Prozess und verhindert Fäulnis oder Austrocknung.

Behälter, Materialien und sinnvolle Zusätze

Kompostbehälter gibt es aus Holz, Kunststoff, Metall oder Stein – alle können funktionieren. Wichtig sind ausreichende Luftschlitze (etwa fingerdick) und ein Mindestvolumen von rund 1 m³. Zwei Behälter sind ideal: Einer zum Sammeln, einer zum Reifen. Holzbehälter sollten unbehandelt sein, Kunststoffbehälter punkten durch Platzersparnis und Deckel, benötigen aber ebenfalls Pflege und Umsetzen.

Hilfreiche Zusätze sind etwas Erde oder Steinmehl zur Bindung von Feuchtigkeit und Gerüchen sowie zur Förderung der Bodenstruktur. Tiermist oder Hornprodukte liefern Stickstoff und fördern die Wärmeentwicklung. Kompost-Starter sind nicht zwingend notwendig, können Anfängern aber den Einstieg erleichtern. Alternativ eignen sich auch Siebreste von reifem Kompost als natürlicher Starter.

Mit der richtigen Mischung, etwas Aufmerksamkeit und Geduld entsteht hochwertiger Kompost – und damit die beste Grundlage für gesunde Pflanzen.