Kompostwürmer: Wie aus Abfällen Dünger wird

Ein Artikel von Christiane Bartal | 16.04.2019 - 14:24
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Spezielle Kompostwürmer (Ei­senia foetida) helfen Ihnen dabei, Garten- und Küchenabfälle in wertvolle Komposterde zu verwandeln © Gerald Stiptschitsch

Wurmkompost ist das Beste, was Sie für Ihren Gartenboden und Ihre Zimmerpflanzen tun können. Er verbessert die Bodenstruktur und ist ein ausgezeichneter organischer Dünger. Zudem ist er äußerst einfach und mit wenig Zeitaufwand herzustellen: Spezielle Kompostwürmer (Ei­senia foetida) beschleunigen die Zersetzung der Garten- und Küchenabfälle. Kompostwürmer sind Verwandte der Regenwürmer und kommen von Natur aus in Kompostabfällen, aber auch in der oberen Bodenschicht vor, wo reichlich organisches Material vorhanden ist.

Was fressen Kompostwürmer?

Die ideale Nahrung für Kompostwürmer sind frische, organische Küchenreste wie Obst, Gemüse, Kaffeesatz oder organisches Kleintierstreu. Ist das Ausgangsmaterial zerkleinert, geht die Zersetzung noch schneller vor sich. Das Endprodukt ist dunkler, krümeliger Wurmkompost – ein idealer Bodenverbesserer. Durch sein ausgewogenes Nährstoffverhältnis ist er einer der besten organischen Dünger. Niemals auf den Kompost gehören allerdings gekochte Speisereste, Fleisch, Fisch und Katzenstreu.

>> Was gehört nicht auf den Komposthaufen?

Die Kompostierung mittels Würmern läuft völlig aerob ab, das heißt, es entstehen keine unangenehmen Gerüche. Im Handel gibt es sogar spezielle Wurmfarmen zu kaufen, die am kleinsten Balkon, aber auch z. B. in der Küche Platz finden.

Kompostwürmer ausbringen

Bei Temperaturen zwischen 15 und 25 °C fühlen sich Kompostwürmer am wohlsten, unter 10 °C nimmt ihre Aktivität stark ab. Der ideale Zeitpunkt, um Kompostwürmer am Komposthaufen auszubringen, ist zwischen April und Oktober, am besten morgens oder abends, damit die Tierchen nicht zu rasch austrocknen. Der Komposthaufen sollte feucht sein (gegebenenfalls zuvor wässern). Die Würmer werden einfach mittig über den Kompost gestreut und graben sich daraufhin von selbst ein. Eine Abdeckung (z. B. mit Karton) verhindert, dass die Würmer noch vor dem Eingraben von hungrigen Vögeln entdeckt werden.

Tipp: Der ideale Ort für einen Komposthaufen bzw. eine Wurmfarm ist ein halbschattiges Plätzchen, z. B. unter einem Baum, das außerdem gut erreichbar ist. Pralle Sonne würde den Komposthaufen austrocknen und den Zersetzungsprozess behindern.

So kommen Sie zu Ihren Kompostwürmern

Spezielle Kompostwürmer (Eisenia foetida) sind im GARTEN+HAUS Shop erhältlich. Die Lieferung erfolgt witterungsabhängig und nur im Zeitraum April bis Juni und September/Oktober.

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Telefonische Bestellung unter Tel. 01/98177-178.