Kleine Teiche für Großstädter

Ein Artikel von GARTEN+HAUS | 11.04.2017 - 09:06
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Auf Balkonen und (Dach-)Terrassen lässt sich in Becken, Kübeln oder Trögen ein attraktiver Miniwassergarten gestalten, der an heißen Tagen durch seine Verdunstung zwar nicht gerade für angenehme Kühle auf Balkon und Terrasse sorgt, aber doch das Auge erfreut.

Wer über Flohmärkte schweift, den Dachboden der Eltern durchforstet oder aber sich im Fachhandel beraten lässt, findet viele Gefäße, die sich gut als Miniwasserbecken für den Balkon eignen: halbierte Fässer, solide Holzbottiche, Zinkwannen, Steingut, Ton- oder Natursteintröge. Auch Kunststoffwannen, die sich von außen dekorativ verkleiden lassen, sind gute Behälter für den Balkon. Sie sollten so geräumig sein, dass nach der Bepflanzung mindestens 30, noch besser bis zu 50 cm Wassertiefe übrig sind.

Zur Bepflanzung eignen sich Zwergseerosen und schwach wachsende Wasserpflanzen, wie Sumpfvergissmeinnicht, Sumpfkalla, Zwergkalmus, Gauklerblume, Zwergbinse oder kleiner Rohrkolben. Die Unterwasserpflanzen Wasserpest, Tannenwedel und Hornblatt reichern das Wasser mit Sauerstoff an und sorgen dafür, dass das Wasser klar bleibt. Sollten sie sich zu stark ausbreiten, kann einfach das Zuviel abgefischt werden.

Kleine Springbrunnen, ein Sprudelstein oder eine Wasserglocke wirken durch ihr Plätschern nicht nur beruhigend, sondern bringen durch die Bewegung zusätzlichen Sauerstoff ins Wasser. Wenn das Gefäß groß genug ist, sind zwei verschiedene Wasserhöhen ideal, die sich durch eine Steinschicht schaffen lassen. Dadurch bekommen die Zwergseerosen etwas mehr Tiefe als die schwach wachsenden Sumpf- und Wasserpflanzen.

Obwohl die Sumpf- und Wasserpflanzen einen sonnigen Standort wünschen, wird pralle Sonne für die Pflanzen im Miniwasserbecken Dauerstress. Durch eine zu schnelle Erwärmung des Wassers können sich Algen stark vermehren und der Sauerstoffgehalt des Wassers nimmt rapide ab. Vermeiden sollte man auch schwarze oder dunkelblaue Gefäße, in denen sich das Wasser besonders aufheizt.

Eine halbschattige Ecke für den Miniteich mit zwei bis drei Sonnenstunden am Tag ist ideal. Bekommt ein Teich mehr Sonne ab, kann eine Markise oder ein Sonnenschirm für den nötigen Schatten sorgen. Dort kann man es sich als Balkonbesitzer auch gleich gemütlich machen, den Blick über die Dächer der Stadt gleiten lassen und sich vom Plätschern des Wassers und vom Surren der Libellen in der Mittagshitze bezaubern lassen.


Quelle: CMA