Nährgehölze für Vögel

Ein Artikel von Christiane Bartal | 17.09.2018 - 17:03

Zu den beliebtesten Leckerbissen der Vogelwelt gehören die roten Früchte der Eberesche (Sorbus aucuparia), die nicht ohne Grund auch als „Vogelbeere“ bekannt ist. Aber auch Vogelkirsche (Prunus avium), Schwarzer Holler (Sambucus nigra), Pfaffenhütchen (Euonymus europaeus), Schlehe (Prunus spinosa) und die Hundsrose (Rosa canina) mit ihren knallroten Hagebutten locken Vögel an.

Der große Vorteil dieser Arten: Es handelt sich dabei um heimische Gehölze, die den Vögeln nicht nur Nahrung, sondern auch Lebensraum, Schutz und Nistplätze bieten.

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Dieses Rotkehlchen hat es auf die Früchte des Pfaffenhütchens abgesehen © rubacolor/Shutterstock.com

Sehr beliebt bei vielen Vogelarten ist die Gemeine Felsenbirne (Amelanchier ovalis). Auffallend sind ihr bronzefarbener Austrieb im Frühling und ihre weißen Blütentrauben. Im Herbst gefällt ihre orangerote Herbstfärbung. Ihre Früchte sind zuerst rot und verfärben sich dann im Reifestadium blauschwarz bis dunkelpurpur. Süß und saftig sind sie nicht nur bei Vögeln beliebt, sondern lassen sich auch gut zu Marmelade verarbeiten.

Doch nicht nur Früchte von Laubbäumen stehen in der Gunst der Vögel. Auch Nadelgehölze wie die Gemeine Eibe (Taxus baccata) mit ihren roten Früchten oder Wacholder (Juniperus), aber auch Fichten (Picea) und Tannen (Abies) mit ihren Zapfenfrüchten stehen auf der Speisekarte vieler Vogelarten.
 

Praxistipp

Diese Vogelnährgehölze können Sie als Solitärstrauch, naturnahe Hecke oder als kletternden Sichtschutz in den Garten integrieren. Wichtig: Lassen Sie die Früchte als Futter über den Winter hängen, denn auch „gefroren“ sind sie noch nahrhaft für viele Vogelarten.