Wasserspar-Tipps im Garten

Ein Artikel von Christiane Bartal | 11.06.2018 - 10:11

Egal, ob Leitungswasser, aufgefangenes Regenwasser oder Grundwasser – Wasser ist kostbar und sollte auch im Garten nicht verschwendet werden.

Diese Tipps helfen beim Wassersparen

• Besser durchdringend, aber dafür seltener gießen: Viele Gartenbesitzer machen den Fehler, nur oberflächlich zu gießen. Abgesehen davon, dass dies Pflanzen dazu animiert, nur ein flaches Wurzelsystem auszubilden (was wiederum die Trockenresistenz herabsetzt), verdunstet das Gießwasser rasch, noch bevor es im Boden wirksam wird.

• Am besten morgens gießen:
Die frühen Morgenstunden sind ideal für die Bewässerung – so verdunstet am wenigsten Wasser und die Pflanzen sind für die folgenden heißen Sonnenstunden gerüstet. Auch die Schnecken haben dann nicht so ein leichtes Spiel.

• Nur den Boden gießen: Gießwasser gehört in den Boden, nicht auf die Blätter. Pflanzen nehmen Wasser vorwiegend über die Wurzeln auf. Auf den Blättern können Wassertropfen bei nachfolgendem Sonnenschein sogar zu Verbrennungen oder Pilzerkrankungen führen.

• Beete mulchen: Den Boden mit Mulchmaterial wie Rinde, Laub, Grasschnitt oder Holzhäcksel zu bedecken, lohnt sich. Dadurch speichert der Boden länger die Feuchtigkeit, trocknet weniger aus, und auch Unkraut wird unterdrückt.

• Gießmulden formen: Gerade bei frischen Pflanzungen ist eine Mulde im unmittelbaren Wurzelbereich mit Gießrand sinnvoll. Dadurch versickert das Gießwasser genau dort, wo es gebraucht wird.

• Automatisches Bewässerungssystem: Ein professionell eingebautes und optimal eingestelltes Bewässerungssystem reduziert den Wasserverbrauch. Je nach System berücksichtigt es auch Faktoren wie Bodenfeuchte, aktuelle Witterung und sogar Wetterprognose.

• Rasen wachsen lassen: Je kürzer der Rasen geschoren ist, desto eher trocknet er aus. Stellen Sie die Schnitthöhe im Sommer ruhig ein paar Millimeter höher ein – dadurch beschattet der Rasen den Boden.

• Richtige Pflanzenauswahl:
Stimmen Sie die Bepflanzung auf die kleinräumigen Standortverhältnisse ab – so können Sie den Bewässerungsaufwand reduzieren. Säufernaturen wie Hortensien oder Rhododendren benötigen einen halbschattigen Platz, an vollsonnigen Stellen eignen sich hingegen typische Steppen- und Steingartenpflanzen wie Sonnenhut, Indianernessel, Blaukissen oder Schleifenblume.

• Glasierte Blumentöpfe verwenden:
Terracotta sieht zwar schön aus, der Ton lässt aber auch Wasser aus dem Erdreich verdunsten. Für durstige Topfpflanzen sind daher glasierte Keramiktöpfe die bessere Wahl. Je mehr Substrat sie abbekommen, desto seltener muss gegossen werden.