Rasenroboter gefährden Igel

Ein Artikel von Michaela Tebaldi/Natur im Garten | 05.02.2020 - 11:31
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Die einzige Waffe des Igels sind seine Stacheln © Coatesy/Shutterstock

Ein ausgewachsener Igel hat eine Körperlänge von bis zu 30 Zentimeter, er besitzt kurze Beinchen und kann nicht besonders schnell laufen. Er verteidigt sich in der Natur mit seinen bis zu 7.500 Stacheln gegen Feinde. Bei drohender Gefahr ziehen sie zuerst den Kopf ein, im nächsten Schritt rollen sie sich zusammen. Dies beeindruckt Rasenroboter aber herzlich wenig.  
Genau aus diesem Grund kommt es immer wieder zu Unfällen, bei denen die Tiere schwer verletzt bzw. getötet werden können, wie Gabriele Reisinger von der Igelhilfe Österreich weiß.

Darauf können Sie beim Rasenmähen achten

Was können Sie als Gartenbesitzer also tun, um die Sicherheit der Igel zu gewährleisten?
• Wenn Sie einen Mähroboter besitzen und weiter verwenden möchten, beschränken Sie den Betrieb des Gerätes auf den Tag, um die nachtaktiven Igel zu schützen.
• Kontrollieren Sie vor der Inbetriebnahme des Roboters, ob Igel oder andere Tiere im Garten unterwegs sind.
• Wenn Sie über die Neuanschaffung eines Rasenmähers nachdenken, ziehen Sie einen Elektromäher in Betracht. Dieser ist einfach zu handhaben und stößt keine Abgase aus.
• Vor dem Mähen unter Hecken bzw. am Gebüschrand sollten Sie kontrollieren, ob es sich dort nicht Igel oder andere Nützlinge gemütlich gemacht haben.

Nach dem Winterschlaf

Im Moment hält der Igel noch seinen Winterschlaf, bei dem er auf gar keinen Fall gestört werden sollte. Dieser endet Ende März/Anfang April. wenn die Tierchen dann langsam beginnen, auf Nahrungssuche zu gehen, um die Fettreserven wieder aufzufüllen, sind schon genügend Insekten und Weichtiere als Nahrungsquelle unterwegs. Sie müssen also nicht zufüttern. Eine Schale mit Wasser ist aber immer ratsam. Darüber freut sich nicht nur der Igel sondern auch viele andere Gartentiere.