Unsere Gartentipps im November

Ein Artikel von Christiane Bartal | 30.10.2017 - 16:21

Ziergarten

Frostunempfindliche Gehölze und wurzelnackte Rosen pflanzen: Bäume, Hecken- und Ziersträucher können nach wie vor gepflanzt werden, damit sie vor dem Wintereinbruch noch anwurzeln können. Bei immergrünen oder frostempfindlichen Gehölzen wie Hibiskus oder Rhododendron warten Sie besser bis zum Frühjahr.
Auch für wurzelnackte Rosen ist der November die ideale Pflanzzeit: Jetzt kommen sie frisch vom Feld und im Gegensatz zum Frühjahr nicht aus dem Kühlhaus.

Stauden-Pfingstrosen zurückschneiden: Im Gegensatz zu den meisten anderen Pflanzen werden Stauden-Pfingstrosen jetzt im Spätherbst bodennah zurückgeschnitten – aber erst, wenn sich das Laub verfärbt. Dadurch verringern Sie das Infektionsrisiko für Grauschimmel – eine Pilzerkrankung, deren Erreger an den Blättern überwintern.

Phlox zurückschneiden: Schneiden Sie die Flammenblume (Phlox) schon jetzt im Spätherbst bodennah ab. So kann sie im Frühjahr wieder ungehindert austreiben. Außerdem werden die Stängel durch Kälte und Nässe matschig – da fällt das Abschneiden im Frühjahr ungleich schwerer.

Winterquartiere für Igel schaffen: Jetzt, wenn es empfindlich kälter wird, suchen sich die kleinen Stacheltiere einen gemütliches Quartier für den Winterschlaf. Sie können sie dabei unterstützen, indem Sie das Herbstlaub und evtl. auch Schnittgut in einem versteckten Winkel im Garten zu einem großen Haufen zusammenrechen, einen Holzstapel oder einen Steinhaufen errichten.

Garten winterfest machen: Versehen Sie frostempfindliche Pflanzen wie Hochstämmchen und Frischgepflanztes mit einem Winterschutz und räumen Sie die letzten Kübelpflanzen ins Winterquartier. Denken Sie auch rechtzeitig daran, Wasserleitungen, Schläuche und Wasserbehälter zu leeren, bevor die Temperaturen deutlich unter 0 °C sinken, damit es zu keinen Frostschäden kommt. Mit dem Wasser können Sie gleich immergrüne Gehölze versorgen.

Benzin-Rasenmäher leeren: Lassen Sie den Tank Ihres Benzin-Rasenmähers nach der letzten Mahd leer laufen. Den Winter über würde der Kraftstoff nur an Zündfähigkeit verlieren, was im nächsten Frühjahr zu Startproblemen führt.

Nutzgarten

Bärlauch aussäen: Wenn Sie künftig Bärlauch im eigenen Garten ernten wollen, können Sie ihn ab sofort bis Anfang März an einer schattig-feuchten Stelle aussäen. Bedecken Sie die Samen 1 bis 2 cm hoch mit humusreicher Erde und Reisig, damit sich die Vögel nicht daran laben. Nach dem Keimen im Frühjahr vereinzeln Sie die Pflanzen dann auf 10 bis 15 cm.

Kohl nach dem Frost ernten: Kohlsorten wie Grünkohl oder Kohlsprossen benötigen Frost, damit die das volle Aroma entfalten. Dadurch wird die in den Blättern enthaltene Stärke in Zucker umgewandelt.

Auch Schwarzwurzeln dürfen im Beet bleiben: Dank ihrer Frostverträglichkeit können Schwarzwurzeln bis April im Beet bleiben und bei Bedarf geerntet werden, sofern der Boden gerade nicht hartgefroren ist.

Obstbäume weiß anstreichen: Sie kennen sicherlich das ärgerliche Phänomen der Frostrisse an Obstbaumstämmen. Sie entstehen durch starke Temperaturschwankungen, wie sie an frostigen und später sonnigen Wintertagen auftreten. Verhindern lassen sie sich durch einen Anstrich mit weißer Kalkfarbe, wie sie im Fachhandel erhältlich ist. Diese reflektiert die Sonnenstrahlung zu einem großen Teil, sodass sich die Rinde nicht so stark aufwärmt.

Fallaub bei Schorfbefall entsorgen: Wenn Ihre Apfelbäume heuer stark von Schorf befallen waren, sollten Sie das Fallaub möglichst ganz entfernen und nicht im Garten kompostieren. So verringern Sie die Gefahr einer neuerlichen Infektion im nächsten Jahr.

Obstgehölze pflanzen: Nach wie vor können Obstgehölze gepflanzt werden, solange der Boden noch nicht gefroren ist. Ein Stützpfahl mit Kokosstrick erleichtert dem Baum das Anwurzeln.