Kirschfruchtfliege: Jetzt Gelbtafeln aufhängen!

Ein Artikel von Christiane Bartal | 02.05.2018 - 15:56

Sie sind nur etwa 5 mm groß, verderben so manchem Gartenbesitzer aber die Freude an seinen selbstgepflückten Kirschen. Die Rede ist von den Larven der Kirschfruchtfliege (Rhagoletis cerasi). Die adulten weiblichen Tiere stechen Mitte Mai bis Anfang Juni heranreifende Kirschen an und legen ihre Eier darin ab. Die daraus schlüpfenden Larven leben wie im Paradies, denn sie ernähren sich vom mittlerweile reifen Fruchtfleisch der Kirschen, in dem sie geboren wurden. Um sie herum wird das Fruchtfleisch weich und faulig. Damit Sie heuer mehr wurmfreie Kirschen ernten können, sollten Sie jetzt aktiv werden.

Gelbtafeln rechtzeitig aufhängen

Abhilfe schaffen mit Leim bestrichene Gelbtafeln, die an die besonnte Außenseite der Kirschbaumkrone gehängt werden, noch bevor sich die Kirschen gelb verfärben. Solche Gelbtafeln sind im Gartenfachhandel erhältlich. Je nach Baumgröße sind zwei bis zehn Tafeln erforderlich. Anstelle auf die gelben Kirschen zu fliegen, steuern die Kirschfruchtfliegen die verheißungsvoll gelb leuchtenden Tafeln an, an denen sie jedoch kleben bleiben.
Sobald die Kirschen reif sind, entfernen Sie die Tafeln wieder, um Nützlinge zu schonen, die ebenfalls an der Falle kleben bleiben würden.

Diese biologische Bekämpfungsmethode garantiert keine absolut wurmfreie Kirschenernte, hilft aber, den Anteil an befallenen Früchten zu reduzieren.