Was der Rasen im Herbst braucht

Ein Artikel von Christiane Bartal | 17.09.2018 - 17:03

Im Herbst ist die Gelegenheit günstig, um kahle Stellen im Rasen nachzusäen. Der Zeitraum zwischen Mitte September und Mitte Oktober ist günstig, da die Gräser noch keimen können und meist ausreichend Feuchtigkeit vorhanden ist. Helfen Sie während der ersten vier Wochen nach der Aussaat dennoch mit einer Bewässerung nach.

Damit der Rasen gut in das nächste Frühjahr starten kann, ist jetzt, zwischen September und Oktober, auch eine Herbstdüngung sinnvoll. Dafür gibt es im Handel spezielle Herbstdünger, die viel Kalium und wenig Stickstoff enthalten. Kalium fördert die Frostresistenz der Gräser und beugt Pilzerkrankungen, wie sie während der Wintermonate häufig auftreten, vor. Düngen Sie nicht mit einem Frühjahrsdünger, denn der darin reichlich enthaltene Stickstoff würde das Wachstum der Gräser anregen.

Sobald der Laubfall so richtig eingesetzt hat, gilt es die Blätter vom Rasen zu entfernen und am besten als Mulchschicht in die Beete oder als Laubhaufen für Igel in einer geschützten Gartenecke auszubringen. Würde das Laub den Winter über auf dem Rasen liegen bleiben, könnte das Gras unterhalb „ersticken“ bzw. von Pilzerkrankungen wie Schneeschimmel heimgesucht werden.

Wann der letzte Rasenschnitt der Saison erfolgt, hängt stark von der Witterung ab – in der Regel ist es Ende Oktober, noch bevor die Bodentemperatur unter 9 °C sinkt und der Rasen das Wachstum einstellt. Als ideale Schnitthöhe sind für einen Zierrasen 1,5 bis 2,5 cm zu empfehlen, für einen Gebrauchsrasen 3 bis 4 cm und für einen Schattenrasen 4 bis 5 cm.

Vertikutieren ist nur notwendig, wenn der Rasenfilz stärker als 5 mm ist. Das lässt sich mit einem einfachen Spatenstich erkennen.