Es sieht aus wie ein harmloser Raps, ist aber ein invasiver Neophyt, der auch vor Gärten nicht Halt macht. So erkennen Sie das Orientalische Zackenschötchen. Mehr lesen ...
Zierkohl, Stacheldrahtpflanze, Besenheide, Hornveilchen und Zyklamen passen hier farblich perfekt zusammen © Natalia Greeske/Shutterstock
Klassische Pflanzen für herbstliche Balkonkästen und Kübel sind Chrysanthemen in Weiß, Gelb, Bronze, Rot und Violett sowie Eriken und Callunen in Weiß-, Rosa- und Violetttönen. Ebenfalls gut geeignet sind Herbstastern, Hornveilchen und Stiefmütterchen, die je nach Witterung noch lange blühen. Auch Alpenveilchen bringen kräftige Farben in die Bepflanzung. Bei ihnen sollte man allerdings beachten, dass nicht alle Sorten zuverlässig winterhart sind.
Für zusätzliche Farbakzente sorgen Scheinbeeren mit ihren roten oder rosafarbenen Früchten, Skimmien mit auffälligen Knospen beziehungsweise Beeren und Zierkohl, dessen Blätter sich bei kühlen Temperaturen besonders intensiv färben. Sehr dekorativ sind außerdem Purpurglöckchen mit rotem, bronzefarbenem, grünem oder silbrig gezeichnetem Laub sowie Fetthennen, deren Blütenstände auch nach dem Verblühen noch Struktur geben. Für sonnige Standorte eignen sich zudem robuste Kräuter wie Salbei, Thymian oder niedriger Rosmarin – wobei Rosmarin im Topf bei strengem Frost zusätzlichen Schutz benötigt.
Besonders abwechslungsreich wirken Kästen und Kübel, wenn blühende Pflanzen mit unterschiedlichen Blattfarben, Wuchsformen und Strukturen kombiniert werden. Gut geeignet sind kleine Ziergräser, Efeu, Farne, Günsel, Mühlenbeckia, Stacheldrahtpflanze oder niedrig wachsende Koniferen. Auch kleine immergrüne Gehölze können der Bepflanzung Halt geben und dafür sorgen, dass der Kasten selbst dann noch attraktiv aussieht, wenn die letzten Blüten verschwunden sind.
Beliebt sind außerdem sogenannte Herbstzauber-Sortimente, die viele Gärtnereien im Spätsommer und Herbst anbieten. Darin finden sich häufig buntlaubiger Salbei, Günsel, Fetthenne, Purpurglöckchen, Gräser oder andere kompakte Blattschmuckpflanzen. Solche Mischungen wirken besonders harmonisch, wenn man nicht zu viele verschiedene Farben kombiniert, sondern sich beispielsweise auf zwei bis drei Farbtöne konzentriert.
Bei kleinen Sträuchern wie Strauchveronika oder Topfmyrte ist etwas Vorsicht geboten: Viele Sorten sind nur bedingt frosthart. Sie eignen sich daher vor allem für geschützte Standorte oder sollten bei stärkerem Frost geschützt beziehungsweise frostfrei überwintert werden.
Für die Herbst- und Winterbepflanzung eignen sich möglichst breite und ausreichend tiefe Balkonkästen und Kübel. Je größer das Erdvolumen, desto langsamer friert der Wurzelballen durch und desto ausgeglichener bleibt auch die Wasserversorgung.
Im Gegensatz zur Sommerbepflanzung dürfen Herbstpflanzen etwas enger gesetzt werden. Bei niedrigen Temperaturen wachsen sie nur noch langsam und brauchen deshalb weniger Platz. Trotzdem sollte jede Pflanze ausreichend Erde zur Verfügung haben und nicht völlig zwischen ihren Nachbarn eingezwängt werden.
Eine frische, strukturstabile Blumenerde reicht in der Regel aus. Zusätzlicher Dünger ist im Herbst und Winter meist nicht notwendig, da die Pflanzen bei kühlen Temperaturen nur wenige Nährstoffe aufnehmen. Zu viel Dünger kann sogar weiches Wachstum fördern, das frostempfindlicher ist.
Ein häufiger Fehler bei Herbst- und Winterbepflanzungen ist Wassermangel. Auch immergrüne Pflanzen verdunsten weiterhin Wasser und müssen deshalb gelegentlich gegossen werden. Gegossen wird an frostfreien Tagen, möglichst vormittags, damit überschüssiges Wasser vor der Nacht ablaufen kann.
Staunässe sollte unbedingt vermieden werden. Balkonkästen und Töpfe brauchen deshalb ausreichend große Abzugslöcher und sollten möglichst nicht dauerhaft im Wasser stehen. Bei Gefäßen auf Terrasse oder Balkon helfen kleine Füße oder Abstandshalter, damit Regen- und Gießwasser besser abfließen kann.
Wer bis zum nächsten Frühjahr denkt, pflanzt gleich Blumenzwiebeln, wie beispielsweise niedrige Tulpen, Narzissen, Anemonen, Krokusse oder Schneeglöckchen, in die Kästen. Dann hat man schon im Frühjahr einen frischen Blütenschub im Kasten.