Herbst-Enzian: Edle Blautöne im Spätherbst

Ein Artikel von Christiane Bartal | 06.11.2017 - 13:53

Immer mehr Blüten verabschieden sich mit fortschreitendem Herbstverlauf. Einer der Letzten ist der Chinesische Herbst-Enzian (Gentiana sino-ornata), der zwar aus den Bergregionen Chinas stammt, sich aber auch in unseren Gärten gut macht.

Die nur zwischen 8 und 20 cm hoch wachsende Pflanze bildet dichte Teppiche und ist ideal für Steingärten und Moorbeete, wo sie von September bis November mit typisch enzianfarbenen Blüten nicht geizt. Bei warmer Witterung halten sie sogar bis in den Dezember hinein.

Boden als limitierender Faktor

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Der Blauton der Blüten hängt von der Sorte ab © Luke Neale Photograph/Shutterstock.com

Am wohlsten fühlt sich der Chinesische Herbst-Enzian an halbschattigen bis absonnigen (hellen, aber nicht direkt besonnten) Plätzen. Für eine optimale Entwicklung sollte die Umgebung luftfeucht sein – etwa in der Nähe eines Gartenteichs.

Wesentlich wichtiger ist der Faktor Boden: Dieser muss unbedingt kalkarm sein, idealerweise mit einem pH-Wert zwischen 4,5 und 5,5. Sie können auch mit eingearbeiteter Moorbeeterde nachhelfen. Verwenden Sie zum Gießen nur kalkarmes Regenwasser. Das Substrat sollte außerdem feucht, gut durchlässig und humos sein.

Vom Chinesischen Herbst-Enzian gibt es mehrere Sorten, die sich hinsichtlich Farbnuancen (von Reinweiß über Hellblau bis zu dunklem Violettblau) unterscheiden. Allen gemein ist die auffallende Längsstreifen-Zeichnung an der Außenseite der Blüten.