Omas Hustensirup aus Winterrettich

Ein Artikel von Christiane Bartal | 05.01.2018 - 14:42

Winterrettich wird auch „Schwarzer Rettich“ genannt – man könnte ihn als den kleinen Bruder des weißen Rettichs bezeichnen. Im August ausgesät, ist er von Oktober bis Ende November erntereif und kann als gehaltvolles Wintergemüse eingelagert werden.

Oder aber Sie machen daraus einen Hustensirup nach einem alten Hausrezept, das Mitte des 20. Jh. mit dem Verschwinden des Schwarzen Rettichs aus dem Gemüseregal in Vergessenheit geraten ist.

Zutaten
• 1 Stk. Schwarzer Rettich (Winterrettich)
• 5 EL brauner Zucker
• 3 TL Honig
sowie: ein Küchenmesser, einen Löffel oder Kugelausstecher, eine Stricknadel oder einen anderen spitzen Gegenstand und ein leeres Trinkglas

Zubereitung
1. Obere Kappe des Rettichs abschneiden und die Knolle zu etwa einem Drittel aushöhlen (mind. 1 cm Rand lassen). Mit einer Stricknadel oder ähnlichem die Unterseite des Rettichs durchstechen.

2. Rettichknolle auf ein Trinkglas mit ausreichend breitem Rand stellen, sodass das Ganze nicht kippt. In die Aushöhlung bis zum oberen Rand braunen Zucker und Honig füllen, Deckel darauf setzen und einige Stunden (am besten über Nacht) stehen lassen.

3. Der Zucker löst den Saft aus dem Rettich und fließt durch das Loch in das Glas. Der Hustensaft enthält wertvolle antibakterielle und schleimlösende Stoffe sowie viele Mineralstoffe und Vitamine – darunter A, C und E, die das Immunsystem stärken. Der Honig lindert den Hustenreiz zusätzlich. Hustensaft in einem gut verschließbaren Glas im Kühlschrank lagern.


Tipp: Bei einem großen Rettich können Sie die Aushöhlung am nächsten Tag nochmals nachschneiden, das Loch erneut durchstechen und wieder mit Zucker und Honig füllen.

Dosierung:
Kinder ab 2 Jahren: 4-mal täglich 1 EL Hustensaft
Der Hustensaft kann auch vorbeugend gegen Erkältungen eingenommen werden (1 EL täglich).