Kübelpflanzen auf Lausbefall prüfen

Ein Artikel von Christiane Bartal | 24.10.2017 - 16:51

Damit Sie im kommenden Frühjahr nicht eine böse Überraschung erwartet, sollten Sie jetzt noch vor dem Einwintern Ihre Kübelpflanzen auf möglichen Schädlingsbefall überprüfen. Gerade Zitrus-Bäumchen sind anfällig für Schild- und Wollläuse, die an Blättern und Trieben sitzen und den Pflanzensaft aussaugen.

Ein Lausbefall macht sich auch dadurch bemerkbar, dass der Boden im Umkreis der Pflanze klebt. Das rührt vom Honigtau, den die Läuse ausscheiden.

Was gegen Lausbefall hilft

Der Handel bietet ein breites Spektrum an Pflanzenschutzmittel gegen Schädlingsbefall an. Gegen Läuse helfen beispielsweise rapsölhaltige Produkte, die den großen Vorteil haben, dass sie ökologisch und für Bienen ungefährlich sind. Mit einer Sprühflasche werden sie hauchfein auf die betroffenen Pflanzenteile gesprüht. Der Ölfilm umhüllt die Läuse und bewirkt, dass sie, aber auch Eier und Larven, absterben. Bei starkem Befall sollte das Prozedere nach ein paar Tagen wiederholt werden.

Einen anderen Wirkmechanismus haben systemisch wirkende Präparate, die von der Pflanze aufgenommen werden und die Läuse „von innen“ bekämpfen.

In geeigneter Umgebung, etwa im Wintergarten, können auch Nützlinge wie Schlupfwespen, Florfliegen-Larven oder der Australische Marienkäfer eingesetzt werden. Schlupfwespen beispielsweise befallen die Larven der Schildläuse, die an der Infektion sterben. Zu den natürlichen Feinden der Schildläuse gehören auch Schwebfliegen, Gallmücken, Raubwanzen und Ohrwürmer.