Tricks für eine bessere Keimung

Ein Artikel von GARTEN+HAUS | 02.04.2020 - 14:23
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Noch bevor Sie mit der Aussaat beginnen, können Sie die Keimung und Gesundheit der Keimlinge fördern © Olga Miltsova/Shutterstock.com

Hitzebehandlung

Viele Gemüsesamen (u. a. Gurken, Karotten, Erbsen, Bohnen, Sellerie und Kohl) werden beim Keimen weniger von Pilzkrankheiten befallen, wenn sie zuvor eine Behandlung mit heißem Wasser erfahren: Dazu werden die Samen 30 Minuten in 50 °C heißes Wasser (nicht heißer!) eingelegt. Damit erzielen Sie gleich zwei positive Effekte: Gesündere Keimlinge und eine schnellere Keimung.

Mit Sand verreiben

Manche Samen haben eine dünne Wachsschicht, etwa Stiefmütterchen- und Veilchensamen. Diese Schicht lässt sich leicht entfernen, indem Sie die Samen mit Sand zwischen den Händen bzw. Fingern reiben. Das erleichtert die Keimung.

Teebad gegen Pilze

Das Risiko, dass die Keimlinge an Pilzinfektionen erkranken, können Sie schon vor der Aussaat reduzieren: Lassen Sie die Samen 12 bis 24 Stunden in einem lauwarmen Kamillen- oder Baldriantee quellen. Das fördert außerdem die Keimung – vor allem bei größeren Samen.

Kaltkeimer in den Kühlschrank

Viele Stauden benötigen eine mehrwöchige Kältephase, um keimen zu können – Akelei, Zyklamen zählen beispielsweise zu diesen Kaltkeimern. Diese natürliche Keimhemmung können Sie überwinden, indem sie im Herbst die in Schalen ausgesäten Samen zunächst 14 Tage bei Zimmertemperatur feucht halten und anschließend 4 bis 8 Wochen in den Kühlschrank stellen (0 bis 5 °C sind ideal). Im Frühjahr werden die Samen dann in die Erde gesät.

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