Warum Sie Paradeiser besser mit Stiel ernten

Ein Artikel von Christiane Bartal | 07.08.2023 - 16:29
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Reife Paradeiserfrüchte brechen schon bei leichtem Bewegen bzw. Knicken an der verdickten Sollbruchstelle am Stiel ab (gelber Pfeil) © Natalia Kokhanova/Shutterstock

Die Natur hat auch bei den Paradeisern mitgedacht: Am Fruchtstiel befindet sich bei den meisten Tomatensorten eine Sollbruchstelle, erkennbar als kleine Verdickung. Und diese sollte bei der Ernte der reifen Früchte auch genutzt werden, wenn sie noch länger gelagert werden sollen.

Denn reißt man die Paradeiser einfach vom Strauch, bleibt häufig der Stiel samt grünen Kelchblättern an der Pflanze. An der Frucht entsteht dabei eine kleine Wunde, manchmal auch Risse, die Pilzsporen und anderen Mikroorganismen als ideale Eintrittspforte dienen – die Früchte faulen schneller.

Der ideale Reifetest

Sofern die Paradeiser nicht gleich im Mund landen, ist es daher besser, die Früchte an ihrer Sollbruchstelle (ca. 1 cm oberhalb der Frucht) mit einem leichten Fingerdruck oder leichtem Hin- und- Herbewegen abzubrechen und bis zum Verzehr mit dem Stielende zu lagern.

Neben dem Drucktest, der verrät, ob die Frucht schon weich genug ist, verrät das Abbrechen an der Sollbruchstelle, ob der Paradeiser bereits erntereif ist: Es funktioniert umso leichter, je reifer die Frucht ist. Dieses Wissen ist insbesondere bei außergewöhnlich gefärbten Sorten hilfreich. Ist die geknickte Stelle am Fruchtstiel noch elastisch, warten Sie lieber noch ein paar Tage mit der Ernte.

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